Weinkultur in Mainz und Rheinhessen fördern

 

Seit seiner Gründung im Herbst 2005 hat sich der Mainzer Weinsenat über die Weinbranche hinaus auch im gesellschaftlichen Leben von Mainz und der Region Rheinhessen etabliert. Was ist die wichtigste Intention des Weinsenats? Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Weinkultur in Mainz und Rheinhessen zu fördern und mit seinen Aktionen zur Image-Verbesserung des rheinhessischen Weines beizutragen. Dazu gehören die Pflege der Weintouristik und die Förderung des Weinabsatzes ebenso wie die Betreuung von Ehrengästen der Region und der Pflanzaktionen am Prominentenweinberg sowie die Förderung der Erforschung der Weininhaltsstoffe und ihrer Wechselwirkungen auf die Gesundheit. Zu den herausragenden Aktivitäten des Weinsenats zählt eine jährliche große Wein-Gala. 

 

Wie der Weinsenat sein Grundanliegen der biologischen Weinforschung umsetzt, zeigte bereits das öffentliche Auftreten bei der Gründung des Vereins. Hier stellte man die Ergebnisse einer Forschergruppe „Wein – Wissenschaft – Gesundheit“ an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz vor, nach der der Charakter eines Weines nicht nur von Lage, Bodenstruktur des Weinbergs, Klima und Rebsorte bestimmt wird, sondern auch Mikroorganismen und Proteine bei jedem einzelnen Wein einen „Fingerabdruck“ hinterlassen. Hefen, Bakterien und Pilze, die auf Weinbeeren und im Most vorkommen, beeinflussen sogar die sensorische Qualität des Weines ganz wesentlich.

Auch auf den Stellenwert Rheinhessens als größtem deutschen Anbaugebiet und der Stadt Mainz als Hauptstadt des deutschen Weines will der Weinsenat aufmerksam machen. Dies dokumentierte sich mit der Pflanzung der ersten Reben der Mainzer Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann und ZDF-Intendant Markus Schächter den Grundstock für einen Prominentenweinberg in Mainz gelegt haben. 

Die Anlage des Prominentenweinbergs unterstreiche den Anspruch der Stadt Mainz als Weinhauptstadt Deutschlands, teilte Vorstandsmitglied Franz Ringhoffer an, der in den Aktivitäten des Weinsenats auch einen willkommenen Beitrag zur Wirtschaftsförderung der Weinregion Rheinhessen sieht. Ein Weinberg mitten in der Stadt sei schon etwas ganz Besonderes und zeichne die Hauptstadt des Bundeslandes mit der weitaus größten Rebfläche in Deutschland aus, pflichtete Werner Horn vom Senats-Vorstand bei: "Es ist an der Zeit, dass Mainz die ihm zukommende Rolle als Hauptstadt des deutschen Weines annimmt."

Der Prominentenweinberg des Mainzer Weinsenats liegt auf historischem Boden am Rand der Mainzer Altstadt, unterhalb der Zitadelle, einem Festungsbau aus dem 17. Jahrhundert, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grabungsstätte des Römischen Theaters. Noch vor gut hundert Jahren standen an diesem Hang des Jakobsberges die Rebzeilen dicht an dicht, bis der Weinbau aus der Innenstadt verschwunden ist. In Zukunft wachsen und gedeihen hier unter der Obhut des Leiters des Mainzer städtischen Weingutes, Hans-Willi Fleischer, 100 vom Weinsenat gepflanzte Riesling- und Spätburgunderreben. Der Bestand des Prominentenweinbergs wird in den nächsten Jahren Zug um Zug erweitert, wenn prominente Zeitgenossen vom Mainzer Weinsenat eingeladen werden, einen neuen Stock zu pflanzen und so den Ehrentitel "Consitor Senatus Vineti" (Pflanzer des Senats-Weinberges) erwerben.

Dem Gründungsvorstand des Mainzer Weinsenats gehören an:

Werner Horn, Franz Ringhoffer, Prof. Dr. Heinz Decker, Walter Strutz, Richard Patzke, Hans-Willi Fleischer, Gerhard Gutzler, Walter Kehr, Günter Jertz, Hans-J. Hasemann-Trutzel, Konstanze Jutzi.



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